Eine 24-Stunden-Betreuung zu Hause sollte gut vorbereitet werden. Diese Checkliste hilft Ihnen dabei, die wichtigsten Punkte vor dem Start zu klären: von der Wohnsituation über Aufgaben und Kosten bis hin zu Unterlagen und Notfallkontakten.

Diese Checkliste ist hilfreich, wenn Sie:
Notieren Sie vorab, wobei Unterstützung gebraucht wird:
Hilfe beim Aufstehen oder Zubettgehen
Unterstützung beim An- und Auskleiden
Hilfe bei Körperpflege und Hygiene
Zubereitung der Mahlzeiten
Einkaufen und Haushalt
Begleitung zu Arztterminen
Spaziergänge und Mobilität
Gespräche und Gesellschaft
Betreuung bei Demenz oder Vergesslichkeit
nächtliche Unruhe oder besonderer Betreuungsbedarf
Je genauer Sie vorbereitet sind, desto passender kann die Betreuung organisiert werden.
Prüfen Sie, ob die wichtigsten räumlichen Voraussetzungen erfüllt sind:
eigenes Zimmer für die Betreuungskraft
Bett, Schrank und Rückzugsmöglichkeit
Zugang zu Bad und Küche
sichere Wege im Haushalt
gute Beleuchtung
keine Stolperfallen
passende Hilfsmittel, falls nötig
Legen Sie fest, welche Aufgaben übernommen werden sollen:
Unterstützung im Haushalt
Einkaufen und Kochen
Wäsche und leichte Reinigung
Hilfe beim An- und Auskleiden
Unterstützung bei der Körperpflege
Begleitung im Alltag
Gespräche und Tagesstruktur
Erinnerung an Termine oder Abläufe
Wichtig: Eine Betreuungskraft darf keine medizinische Behandlungspflege übernehmen. Dazu gehören zum Beispiel Spritzen, Wundversorgung, Blutabnahme, Infusionen oder ärztlich angeordnete medizinische Maßnahmen.
Wenn medizinische Pflege notwendig ist, muss zusätzlich ein ambulanter Pflegedienst eingebunden werden.
Klären Sie vorab:
mit welchen monatlichen Betreuungskosten zu rechnen ist
ob An- und Abreisekosten gesondert berechnet werden
ob Hilfsmittel benötigt werden
ob ein ambulanter Pflegedienst zusätzlich benötigt wird
ob Pflegegeld oder Zuschüsse genutzt werden können
ob steuerliche Entlastungen möglich sind
Prüfen Sie vor Beginn der Betreuung:
Sind Leistungen und Aufgaben schriftlich festgehalten?
Sind Kosten und Zahlungsweise klar geregelt?
Gibt es klare Kündigungsfristen?
Was passiert bei Krankenhausaufenthalt?
Wie wird eine Ersatzkraft organisiert?
Gibt es einen festen Ansprechpartner?
Sind wichtige Unterlagen griffbereit?
Sammeln Sie wichtige Informationen an einem festen Ort:
Medikamentenplan
Kontaktdaten von Angehörigen
Hausarzt und Fachärzte
Pflegedienst, falls vorhanden
Notfallnummern
Informationen zu Allergien oder Erkrankungen
Krankenversicherungskarte
Vollmachten, falls vorhanden
wichtige Hinweise zum Tagesablauf
Zugangsdaten oder Schlüsselregelungen, falls nötig
Zeigen Sie der Betreuungskraft zu Beginn, wo diese Informationen zu finden sind.
Klären Sie für den Start:
wann die Betreuungskraft ankommt
wer die Ankunft koordiniert
ob Abholung notwendig ist
welche Informationen am ersten Tag besprochen werden
wer die Betreuungskraft einweist
welche Abläufe besonders wichtig sind
wer bei Fragen erreichbar ist
In den ersten Tagen hilft eine ruhige Einführung, damit sich Betreuungskraft und betreute Person gut aufeinander einstellen können.
Wichtig sind Pflegebedarf, Wohnsituation, Aufgaben, Kosten, rechtliche Unterlagen, Notfallkontakte und die Organisation der ersten Tage.
Hilfreich sind Medikamentenplan, Arztkontakte, Notfallnummern, Informationen zu Erkrankungen, Vollmachten und Unterlagen zur Pflege- oder Krankenversicherung.
Ja. Die Betreuungskraft lebt im Haushalt und benötigt ein eigenes Zimmer als Schlaf- und Rückzugsort.
Die Kosten hängen vom Betreuungsbedarf, den Aufgaben, Sprachkenntnissen und dem Betreuungsmodell ab. Zusätzlich können Kosten für Lebensmittel, Anreise, Hilfsmittel oder einen ambulanten Pflegedienst entstehen.
Nein. Medizinische Behandlungspflege darf nicht von der Betreuungskraft übernommen werden. Dafür ist ein ambulanter Pflegedienst oder medizinisches Fachpersonal notwendig.
Wir unterstützen Sie gerne dabei, die Betreuung gut vorzubereiten und die passende nächste Schritte zu planen.